Gesamtschule Geldern setzt klares Zeichen
Lehrkräfte nehmen am Regionaltreffen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in Düsseldorf teil und bringen neue Impulse für den Schulalltag mit.
Die Gesamtschule Geldern hat ihr Engagement für Demokratie, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander weiter ausgebaut. Mit der Teilnahme am Regionaltreffen des Netzwerks „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“, das am 29. Juni 2026 im DGB-Haus in Düsseldorf stattfand, setzten mehrere Lehrkräfte der Schule ein deutliches Zeichen gegen Diskriminierung und für eine offene Schulkultur.
Das Regionaltreffen bot den Teilnehmenden eine wertvolle Gelegenheit, sich mit Kolleginnen und Kollegen anderer Schulen auszutauschen, aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen zu diskutieren und neue Ansätze für die pädagogische Praxis kennenzulernen. Ziel der Veranstaltung war es, Schulen in ihrem Einsatz für Demokratiebildung und Zivilcourage zu stärken sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag aufzuzeigen.
Ein besonderer Höhepunkt war der Hauptvortrag von Prof. Dr. Bünyamin Werker von der Hochschule Hannover. In seinem Vortrag verdeutlichte er, wie Rap und Hip-Hop als lebensweltnahe Ausdrucksformen genutzt werden können, um mit jungen Menschen über Themen wie Identität, Diskriminierung, Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung ins Gespräch zu kommen. Dabei zeigte er auf, welches Potenzial kulturelle Ausdrucksformen für eine zeitgemäße Demokratiebildung besitzen.
Im Anschluss vertieften die Lehrkräfte ihr Wissen in verschiedenen Workshops. Dabei standen unter anderem die Förderung von Medienkompetenz im Umgang mit sozialen Netzwerken und problematischen Männlichkeitsbildern, Rassismus und strukturelle Ausgrenzung in der Arbeitswelt, Erscheinungsformen der extremen Rechten, diversitätssensible Bildungsarbeit mit Rap und Hip-Hop sowie Antidiskriminierungsarbeit zu sexueller, romantischer und geschlechtlicher Vielfalt im Mittelpunkt.
Die neu gewonnenen Erkenntnisse und Methoden sollen nun in den Unterricht, schulische Projekte und die weitere Schulentwicklung einfließen. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler nicht nur fachlich zu fördern, sondern sie auch in ihrer demokratischen Haltung, ihrer Kritikfähigkeit und ihrem respektvollen Umgang miteinander zu stärken.
Mit der Teilnahme am Regionaltreffen unterstreicht die Gesamtschule Geldern einmal mehr ihren Anspruch, Schule als einen Ort zu gestalten, an dem Vielfalt wertgeschätzt, Diskriminierung entschieden entgegengetreten und demokratische Werte aktiv gelebt werden. Das Engagement im Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist dabei ein wichtiger Baustein des Schulprofils und zeigt, dass Demokratiebildung weit über den Unterricht hinausgeht.