Schulkultur

Dazu gehören für uns besonders die Bereitschaft und Fähigkeit, sich als Teil sozialer Gefüge zu sehen, Beziehungen zu leben und sie verantwortungsvoll mitzugestalten. Aber auch Spannungen und Konflikte zu verstehen und zu beurteilen und sich mit anderen sachorientiert auseinanderzusetzen und zu verständigen. Menschen in ihrer Unterschiedlichkeit und Andersartigkeit anzuerkennen und wertzuschätzen, Schule und Gesellschaft so zu gestalten, dass Menschen unterschiedlicher Fertigkeiten und Fähigkeiten gleichberechtigt am gesellschaftlichen, politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben teilhaben können. Außerdem mit Menschen und Gruppen anderer Kulturen partnerschaftlich-anerkennend, dialogisch, aber auch kritisch-reflektierend zu interagieren, kulturelle Differenzen wertschätzend wahrzunehmen, andere Denkhaltungen und Wahrnehmungen nachzuvollziehen und andere Orientierungen und Werthaltungen zu tolerieren und zu akzeptieren.

Wir sind davon überzeugt, dass Menschen, die sich angenommen, wertgeschätzt und sozial akzeptiert fühlen, auch in der Lage und bereit dazu sind, ihr Potential auszuschöpfen. Deswegen sehen wir Bestandteile wie Soziales Lernen, „classroom management“, Mobbing-Prävention etc. auch als zentral für den Erfolg unserer Arbeit an. Alle Beteiligten – nicht nur die Kinder- sollen gerne die Schule besuchen und dabei auch erfahren, dass Leistung auf der Basis der individuellen Fähigkeiten wertgeschätzt wird. Dazu trägt nicht zuletzt das Angebot des „Gebundenen Ganztags“ bei, d.h. verpflichtender Schulbesuch an mehreren Nachmittagen in der Woche. Die gemeinsame Mittagspause kann dabei unterschiedlich genutzt werden, zum Beispiel durch den Mensabesuch, die Lerninsel, den Ruheraum, die Nutzung der Spielgeräte oder das Sportangebot. Hier begegnen sich alle Kinder der Schule und entwickeln eine soziale Lebens- und Lerngemeinschaft.

Zentral für den Erfolg dieses Konzepts ist unserer Auffassung nach die Bindung zwischen allen Beteiligten. Dies unterstützen wir durch das Prinzip der „Doppelten Klassenleitung“. So findet in der Regel jedes Kind eine Person, zu der es Vertrauen aufbaut und von der es Unterstützung und Rat annimmt. Gerade in den unteren Klassen ist es unserer Auffassung nach auch besonders wichtig, dass die Kinder möglichst viel Unterricht von ihren Klassenlehrer/innen erhalten, um den Aufbau stabiler Beziehungen zu gewährleisten.